Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Es ist erforderlich, angemeldet zu sein, um alle Beiträge im Forum lesen und beantworten zu können.


~~~ Mit einem Klick: die Beiträge der letzten Tage ~~~

bis zur nächsten Stadtratswahl!

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 753 mal aufgerufen
 Soziales Denken und Helfen
Luise Nomayo Offline

Foren-Gott

Beiträge: 4.913

13.10.2013 14:30
Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Die SPD scharrt schon wieder einmal mit den Hufen und will unbedingt eine Regierungsbeteiligung, - es soll nur nicht gleich so gierig aussehen!

Frau Nahles verkündet deshalb als Koalitionsvoraussetzung, welche erfüllt sein müsse, dass die Union einem Mindestlohn von 8,50 €/h zustimmen müsse.

Ist das nicht eine Farce?

Frau v.d. Leyen hat nicht nur vor der Wahl verkündet, es sei Sache der Tarifparteien für die jeweilige Branche einen Mindestlohn auszuhandeln, sie werde dann dafür sorgen, dass dieser festgeschrieben werde und sie hat das bisher auch so umgesetzt.
Gewerkschaften sind schon lange bei 10,50 €/h und mehr, je nach Sparte, aber die SPD macht 8.50 € zur Voraussetzung für eine Bundestags-Koalition.

Nein, diese SPD ist korrupt und verlogen, nicht nur als Bundespartei, sondern bis in ihre Gliederungen hinein.

krampei Offline

Foren-Ass

Beiträge: 358

14.10.2013 15:45
#2 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Bei einer 40 h/Wo. sind das immerhin rund 1480 € brutto, bzw. 1073 € netto bei Lohnsteuerklasse I (oder 1178 €netto bei III). Wohl ein auskömmliches Einkommen und bei III sicher des Aufstockens würdig.

Luise Nomayo Offline

Foren-Gott

Beiträge: 4.913

14.10.2013 17:11
#3 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Zitat von krampei im Beitrag #2
Bei einer 40 h/Wo. sind das immerhin rund 1480 € brutto, bzw. 1073 € netto bei Lohnsteuerklasse I (oder 1178 €netto bei III). Wohl ein auskömmliches Einkommen und bei III sicher des Aufstockens würdig.


Was erzählen Sie denn da?

4 x 40 Wochenstunden x 8.50 = 1.360

Das sind schon mal 120.- € mtl., weniger Geld brutto,als das, was Sie da ausgerechnet haben!


072,71 EUR Steuern (ESt/KiSt/Soli)
111,52 EUR Krankenversicherung
013,94 EUR Pflegeversicherung
128,52 EUR Rentenversicherung
020,40 EUR Arbeitslosenversicherung
-----------------------------

1.012,91 EUR Netto-Lohn

Ziehen Sie davon noch mind.
00400.00 EURO Miete mit Nebenkosten ab

--------------------------

00612,00 € bleiben dann für 30/31 Tage
zum Lebensunterhalt, für Kleider, Fahrkosten, Strom, Wasser und Heizung, Ersatzbeschaffungsanteil für Einrichtung und Haushaltsgegenstände, Medien und Freizeit.

Das sind 20.- € täglich!

Tja, krampei, verhungern werden Sie davon nicht!

Aber leben sieht anders aus, vor allem wenn körperlich anstrengende Arbeit fulltime zu leisten ist und damit täglich etwas mehr zu stemmen ist, als nur einen Bleistift!

Aber genau solche Jobs sind sehr schlecht bezahlt.

Die SPD mit ihrer 8,50 €/Std.-Forderung soll sich eingraben lassen!

Es ist kein Wunder, dass die nicht mehr fordern, sitzen doch ihre Gewerkschaftsbosse als bestbezahlte Aufsichtsräte in den Konzernen und wollen es sich mit Aktionären und Geschäftsführung nicht verderben!

Ich bin der Meinung:
Unter 10.50 € dürfte es keine sozialversicherungspflichtigen Full-Time-Jobs mehr geben.

Karin Offline

Foren-Ass

Beiträge: 597

14.10.2013 17:51
#4 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Auch Dir liebe Luise passiert einmal ein Fehler.

28 Tage hat nur der Februar, alle anderen Monate haben lt. Kalender 30 bzw. 31 Tage. Also musst Du wenigsten 16 x € 8,50 dazurechen.

Nach meiner Meinung sind das Problem nicht die großen Firmen sondern die Unternehmen, die keinem Arbeitgebenverband angehören. Für sie sind Tarifvereinbarungen nicht bindend, also muss der Mindestlohn gesetzlich gelten

Der Bayer Offline

Normalo

Beiträge: 73

14.10.2013 18:12
#5 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Wer nicht mindestens 12,00€ bezahlen kann der soll gefälligst selber arbeiten. Alles darunter ist Geringschätzung der Arbeit eines jeden Menschen.

Luise Nomayo Offline

Foren-Gott

Beiträge: 4.913

14.10.2013 18:44
#6 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Zitat von Karin im Beitrag #4
Auch Dir liebe Luise passiert einmal ein Fehler.

28 Tage hat nur der Februar, alle anderen Monate haben lt. Kalender 30 bzw. 31 Tage. Also musst Du wenigsten 16 x € 8,50 dazurechen.

Nach meiner Meinung sind das Problem nicht die großen Firmen sondern die Unternehmen, die keinem Arbeitgebenverband angehören. Für sie sind Tarifvereinbarungen nicht bindend, also muss der Mindestlohn gesetzlich gelten


Tja, Karin,
dann musst Du aber in Bayern die vielen kirchlichen Feiertage auch abziehen.
Ich bin von durchschnittlichen 4 x 40-Std.-Wochen = ein Monat, ausgegangen und habe mir deshalb Feiertage und ggf. auch Krankentage geschenkt.

Aber mit und ohne diese Korrekturen, 8.50 € ist ein beschämender, unsozialer und ungerechter Hungerlohn, für meistens sehr kräftezehrende Arbeiten.

Im Übrigen habe ich mich bestimmt nicht in meinen Beiträgen gegen Mindestlöhne ausgesprochen.

Im Gegenteil, die Löhne müssen ein gerechtes Äquivalent für die geleistete Arbeit darstellen. Dazu sollte man auch genau hinsehen, welche Gewinnspannen, auf dem Buckel der Niedriglöhner, entstehen, also was der Mehrwert der geleisteten Arbeitsstunden bringt!

Es gab einmal die ethische Feststellung "jede Arbeit hat den gleichen Wert"!

Ich stimme diesem Postulat mit der Einschränkung zu, dass für vergleichbare Arbeitszeit-Einsätze eines Menschen (hier die 40-Stunden-Woche), der Wert jeder Arbeit bis zu einem auskömmlichen, festen Sockelbetrag (hier der Mindestlohn) erst einmal gleich sein muss.

Das erreichst Du nicht mit 8.50 €!

Danach erst müssen Bildungs- und Fähigkeiten-Unterschiede lohnerhöhend aufgeschlagen werden.

Dass das SPD-Parteigängern, nicht klar ist, hat der HartzIV Kahlschlag und die Agenda2010 eines Schröders und seiner Drangheta unrühmlich gezeigt.

Ich stimme Dir zu, dass ein vernünftiger Mindestlohn festgeschrieben werden muss.
Aber ich bin dafür, dass dieser Mindestlohn, der Höhe nach, von Gewerkschaften mit den Tarifpartnern ausgehandelt werden sollte
....und dort, wo es keine Mitgliedschaft von Unternehmen in einem Arbeitgeberverband gibt,
da hat die Gewerkschaft ebenfalls vergleichbare Löhne anzusetzen, denn Frau v.d.Leyen hat zugesichert (und auch schon umgesetzt), diese als Mindestlohn festzuzurren.
Da kommt also keine Firma und keine Sparte aus.
....aber die Gewerkschaftsbosse müssen endlich gegenüber den Konzernen und Gesellschaften Farbe bekennen.

Gemeindeordnung Offline

Foren-Gott

Beiträge: 1.314

14.10.2013 19:09
#7 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Wer 2013 weniger als 10,40 Euro pro Stunde verdient, kann von seiner Rente später nichteinmal mehr das Existenzminimum sichern.


Siehe: http://www.portal-sozialpolitik.de/home/...rbeit-und-rente

krampei Offline

Foren-Ass

Beiträge: 358

14.10.2013 21:26
#8 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Bei der Berechnung der durchschnittlichen Monatsarbeitszeit hat man sich darauf geeinigt, dass man von 13 Wochen im Quartal ausgeht (das sind 52 Woche im Jahr) und von drei Monaten im Quartal. Das gibt dann eine (gerundete) Durchschnittsarbeitszeit von 174 Stunden je Monat.

Luise Nomayo Offline

Foren-Gott

Beiträge: 4.913

15.10.2013 01:48
#9 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Zitat von krampei im Beitrag #8
Bei der Berechnung der durchschnittlichen Monatsarbeitszeit hat man sich darauf geeinigt, dass man von 13 Wochen im Quartal ausgeht (das sind 52 Woche im Jahr) und von drei Monaten im Quartal. Das gibt dann eine (gerundete) Durchschnittsarbeitszeit von 174 Stunden je Monat.


.....und?
.....wollen Sie damit weiterhin den Mindestlohn von 8.50€/h verteidigen?

krampei Offline

Foren-Ass

Beiträge: 358

15.10.2013 09:08
#10 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Zitat von krampei im Beitrag #2
Bei einer 40 h/Wo. sind das immerhin rund 1480 € brutto, bzw. 1073 € netto bei Lohnsteuerklasse I (oder 1178 €netto bei III). Wohl ein auskömmliches Einkommen und bei III sicher des Aufstockens würdig.


Manchmal muss ich mich selbst zitieren.

Wenn jemand - in einem der reichsten Länder Europas - in Vollzeit arbeitet und damit nicht das Niveau der Grundsicherung erreicht, dann ist etwas falsch. Denn dann sind Teile des ersten Arbeitsmarktes eigentlich dem zweiten Arbeitsmarkt zugehörig und wenn das nicht im gemeinnützigen Bereich ist, dann halte ich das für eine versteckte Subvention.

Karin Offline

Foren-Ass

Beiträge: 597

15.10.2013 12:05
#11 RE: Koalitionsforderungen der SPD nach der Bundestagswahl! Zitat · antworten

Luise,

ich finde auch das € 8,50 zu niedrig sind. Aber laß uns doch erst einmal anfangen und diesen Betrag gesetzlich festschreiben. Den Gewerkschaften bleibt es doch überlassen, höhere Mindestlöhne zu vereinbaren. Diese könnten dann für diese Branche gesetzlich festgeschrieben werden (dann müssten auch die Firmen, die nicht dem Arbeitgeberverband angehören, diese Tarife bezahlen. Einen Austritt aus dem Verband hätte dann keine Vorteile mehr).
Was die Rente bei € 8,50 betrifft, das juckt doch unsere "Führungspersönlichkeiten" nicht, denn
zum einen haben sie ihr Schäfchen im Trockenen bzw. sie sind nicht mehr auf diese Welt.
Was Hartz IV betrifft, so finde ich den Ansatz richtig. Nur hat sich im Laufe der Zeit gezeitgt, dass verschiedene Änderungen vorgenommen hätten werden müssen. Man müsste dieses Thema einmal mit pro und kontra durchspielen. Wäre interessant.

«« Friedwald
 Sprung  
weiden-aktuell.de weiden-zuhause.de weiden-oberpfalz.de dance4help.de

Fotos im Banner aus Wikipedia – Lizenz GNU-FDL | Domaininhaber

Xobor Forum Software © Xobor